Was der Tatbestand nicht entscheidet

· Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Streitig ist, ob die Halle seit 1990 unverändert genutzt wird; K behauptet es, der Beklagte bestreitet es, das Gericht hat einen Augenschein eingenommen. K ist nicht vertreten und hat schriftlich beantragt, „die Baugenehmigung zurückzunehmen“; erkennbar will er die gerichtliche Aufhebung. Der Beigeladene hat keinen Antrag gestellt. Nach Zustellung rügt K den Tatbestand.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Bei streitigen Tatsachen steht im Tatbestand, was jede Seite behauptet — ohne Entscheidung.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Das Ergebnis des Augenscheins wird im Tatbestand gewürdigt, weil die Beweisaufnahme dort dargestellt wird.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    In den Tatbestand kommt der gestellte Antrag im Wortlaut, auch wenn er das Begehren verfehlt.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Tenor folgt gleichwohl dem ausgelegten Begehren; die Auslegung selbst steht in den Entscheidungsgründen.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass der Beigeladene keinen Antrag gestellt hat, braucht im Tatbestand nicht vermerkt zu werden.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Enthält der Tatbestand Unrichtigkeiten, kann binnen zwei Wochen nach Zustellung die Berichtigung beantragt werden.

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