Was der Einstellungsbeschluss nicht deckt

· Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Drei Verfahren derselben Kammer. In dem einen verzichtet K1 in der mündlichen Verhandlung auf den geltend gemachten Anspruch; der Beklagte beantragt daraufhin Abweisung. In dem zweiten hat K2 auf eine Erlaubnis geklagt, ohne sie je bei der Behörde beantragt zu haben; der Beklagte erkennt sofort an. Im dritten schließen die Beteiligten einen Vergleich.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    § 92 III 1 VwGO trägt die Einstellung nur bei der Rücknahme; auf den Verzicht des K1 passt er nicht.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Beim Verzicht des K1 ergeht ein Urteil, und dafür muss der Beklagte die Abweisung beantragen; von selbst wirkt die Erklärung nicht.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Unterschied zwischen dem Verzicht des K1 und einer Rücknahme liegt allein darin, wer am Ende die Kosten des Verfahrens trägt.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Erkennt der Beklagte an, wird er dem Anerkenntnis gemäß verurteilt, und einer mündlichen Verhandlung bedarf es dafür nicht.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil der Beklagte im Verfahren des K2 in der Sache unterliegt und verurteilt wird, trägt er auch die Kosten des Verfahrens.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Über Rücknahme, Verzicht und Anerkenntnis kann im vorbereitenden Verfahren ohne die Kammer entschieden werden.

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