Ohne Verhandlung, und doch wie ein Urteil

· Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

K wendet sich gegen eine Nutzungsuntersagung des Landratsamts. Die Klage geht am Montag, dem 21. September 2026, ein; die Klagefrist war da seit sechs Wochen abgelaufen, der Sachverhalt ist unstreitig. Die Kammer hört die Beteiligten zu einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung an. Der Bevollmächtigte V des K widerspricht und verlangt einen Termin.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Gerichtsbescheid setzt zweierlei voraus: keine besonderen Schwierigkeiten tatsächlicher oder rechtlicher Art und einen geklärten Sachverhalt.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Widerspruch des V hindert den Gerichtsbescheid nicht; gehört zu werden ist etwas anderes, als zustimmen zu müssen.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil die Kammer und nicht ein Einzelrichter entscheidet, wirken die beiden ehrenamtlichen Richter am Gerichtsbescheid mit.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Einen Tatbestand braucht der Gerichtsbescheid nicht; er ist kein Urteil, sondern eine eigene Entscheidungsform.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch der Gerichtsbescheid trägt eine Ziffer über die vorläufige Vollstreckbarkeit, und sie spricht vom Gerichtsbescheid.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Hat die Kammer bereits mündlich verhandelt, kann sie danach immer noch durch Gerichtsbescheid entscheiden.

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