Was das Urteil selbst aufwirft

Strafrecht VI · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die große Strafkammer hat A wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verurteilt; gefunden wurden 320 Gramm Amphetamin. Die Gründe geben die Einlassung wieder, A habe die Ware für einen Bekannten nur verwahrt; den Verkaufswillen stützt die Würdigung allein auf die Menge. Die Feststellungen sagen, A habe „ohne jede Vorbereitung zugegriffen“, die Strafzumessung nennt die Tat „von langer Hand geplant“.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Das Revisionsgericht fragt nicht, ob es selbst überzeugt wäre — angreifbar ist allein die Darstellung, und die Angriffspunkte sind abschließend.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass eine andere Würdigung näher gelegen hätte oder sogar überzeugender wäre, ist bereits der Rechtsfehler.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass die Gründe die Einlassung mitteilen und nicht widerlegen, ist der häufigste Darstellungsmangel überhaupt.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Als Lücke lässt sich ebenso rügen, dass die Kammer den Bekannten nicht vernommen hat.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    „Ohne jede Vorbereitung“ und „von langer Hand geplant“ ist ein eigener Mangel, obwohl jeder Satz für sich möglich ist.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Gefunden wird ein solcher Bruch erst, wenn man das Urteil gegen die Akte hält — aus der Urkunde allein springt er nicht heraus.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Strafrecht VI weiterlesen.

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