Vierzehn Tage ab Verkündung

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Amtsgericht Aschaffenburg, 12 C 704/26. Streit über eine Einbauküche für 4.200,00 EUR. Im Termin vom Donnerstag, dem 30. April 2026, wird in Anwesenheit beider Parteien der Beschluss über die Ernennung des Schreinermeisters Valentin Hohenester verkündet. Am Freitag, dem 15. Mai 2026, erklärt die Beklagte auf der Geschäftsstelle die Ablehnung: Hohenester habe die Küche seinerzeit selbst eingebaut.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Frist des § 406 Abs. 2 Satz 1 ZPO begann mit dem Tag der Verkündung, also am 30. April 2026.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Frist endete erst mit Ablauf des Freitags, 15. Mai 2026 — der Antrag war also rechtzeitig.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass die Beklagte den Antrag auf der Geschäftsstelle zu Protokoll erklärt hat, ist unschädlich.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Hätte die Beklagte die Zweiwochenfrist versäumt, hälfe ihr die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 233 ZPO.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Ablehnungsgrund ist glaubhaft zu machen — und eine Versicherung an Eides statt der Beklagten selbst kommt dafür nicht in Betracht.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Gibt das Amtsgericht der Ablehnung statt, ist sein Beschluss unanfechtbar; wird sie zurückgewiesen, gilt das nicht.

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