Drei Lasten, und nur die letzte entscheidet

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Landgericht Ansbach, 3 O 144/26. Die Maklerin Roswitha Pflaumbaum aus Dinkelsbühl verlangt von Ottmar Senninger 17.850,00 EUR Lohn — drei Prozent aus einem unstreitigen Kaufpreis von 500.000,00 EUR nebst Umsatzsteuer. Streitig sind der Maklervertrag und die Ursächlichkeit des Nachweises. Zeugin ist allein die vom Beklagten benannte Schwägerin Traudl Hemmerlein.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Über die Höhe des Lohnes ist kein Beweis zu erheben; sie ergibt sich aus einer Rechnung, nicht aus einer Behauptung.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Behauptungslast läuft der objektiven Beweislast nach: Wer eine Tatsache zu beweisen hat, muss sie auch als Erster vortragen.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ihre Angriffs- und Verteidigungsmittel hat jede Partei nach § 282 Abs. 1 Satz 1 ZPO so zeitig vorzubringen, wie es einer sorgfältigen Prozessführung entspricht.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil allein der Beklagte die Zeugin benannt hat, darf ihre Aussage nur zu seinen Gunsten verwertet werden; für die Klägerin fehlt es an einem Beweisantritt.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Reicht das Ergebnis nicht aus, kann das Gericht die Parteien auch ohne Antrag und ohne Rücksicht auf die Beweislast vernehmen.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Bleibt nach allem offen, ob ein Maklervertrag zustande kam, verliert die Klägerin — und dieser Satz gehört an das Ende der Gründe.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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