Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Amtsgericht Neu-Ulm, 4 C 155/26. Am 21. Mai 2026 ist mündlich verhandelt worden. Zum zweiten Termin am Donnerstag, dem 17. September 2026, erscheint für Ferdinand Klingseisen niemand. Marielle Zauner beantragt Entscheidung nach Lage der Akten; der Sachverhalt ist geklärt. Verkündungstermin: Donnerstag, 1. Oktober 2026, mitgeteilt am 18. September. Klingseisen beantragt am 25. September neuen Termin.
Ob statt eines Versäumnisurteils nach Lage der Akten entschieden wird, steht nicht im Ermessen des Gerichts.
Ohne den früheren Termin vom 21. Mai 2026 wäre der Antrag der Klägerin von vornherein gescheitert.
Der Verkündungstermin liegt zu früh: Frühestens am 2. Oktober 2026 hätte verkündet werden dürfen.
Der Antrag des Beklagten vom 25. September 2026 auf einen neuen Termin zur mündlichen Verhandlung kommt zu spät.
Die formlose Mitteilung des Verkündungstermins ist eine bloße Ordnungsvorschrift; ihr Fehlen bliebe folgenlos.
Gegen das Urteil läuft die Berufung — vorläufig vollstreckbar ist es gleichwohl ohne Sicherheitsleistung.
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