Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 7 Aussagen zu beurteilen
Arbeitsgericht Bamberg, 2 Ca 617/26. Severin Aumüller verlangt von der Steigerwald Haustechnik GmbH 4.820,00 EUR Überstundenvergütung. Die Klageschrift wird ihr am Donnerstag, dem 30. April 2026, zugestellt. Zur Güteverhandlung am Dienstag, dem 12. Mai 2026, erscheint sie; sie bleibt erfolglos. Zum Kammertermin am Dienstag, dem 23. Juni 2026, kommt niemand für sie. Aumüller beantragt Versäumnisurteil.
Die Klageschrift war rechtzeitig zugestellt — das Arbeitsgerichtsgesetz hat dafür eine eigene Vorschrift mit einer kürzeren Frist.
In der Güteverhandlung selbst hätte auf Antrag des Klägers noch kein Versäumnisurteil ergehen können.
Weil die Beklagte sich nie schriftlich verteidigt hat, hätte der Kläger schon vor dem Kammertermin ein Versäumnisurteil ohne mündliche Verhandlung erwirken können.
Über das Versäumnisurteil entscheidet der Vorsitzende allein — aber nicht ohne mündliche Verhandlung.
Der Vermerk stützt die Alleinentscheidung auf § 55 Abs. 1 Nr. 12 ArbGG und die Wochenfrist auf § 47 Abs. 1 Satz 1 ArbGG.
Im Tenor dieses Versäumnisurteils fehlt ein Ausspruch, den jedes Versäumnisurteil eines Landgerichts trägt.
Weil das Arbeitsgerichtsgesetz nur für Ladung und Einlassung eigene Regeln hat, gilt die Verlegungspflicht für Termine im Juli und August dort entsprechend.
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