Sechs Monate, und dann gilt die Kündigung

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Bearbeitungstag ist Montag, der 7. September 2026. Reinhild Obermarter, Meisterin der Steigerwald Elektroanlagen GmbH, Monatsverdienst brutto 4.900,00 EUR, hat die Kündigung am Freitag, dem 6. Februar 2026, erhalten; die Klage ging am 20. Februar beim Arbeitsgericht Bamberg ein. Im Gütetermin am 10. März verhandelte keine Seite; man wollte eine Aufhebung aushandeln. Heute ist das gescheitert.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    In dieser Akte stehen weder die Zweiwochennotfrist des § 276 Abs. 1 Satz 1 ZPO noch die Erwiderungsfrist des Satzes 2 — beides gibt es hier nicht.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Klagefrist des § 4 Abs. 1 KSchG lief bis zum Ablauf des 27. Februar 2026 und ist damit gewahrt.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil in der Güteverhandlung keine Seite verhandelt hat, war das Ruhen anzuordnen — und der Antrag auf Termin zur streitigen Verhandlung ist nur noch bis zum 10. September 2026 möglich.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Läuft die Sechsmonatsfrist ab, ruht das Verfahren einfach weiter; verloren ist damit zunächst nichts.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Streitwert ist auf höchstens ein Vierteljahresentgelt begrenzt, hier 14.700,00 EUR — eine Abfindung wird nicht hinzugerechnet.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass der Antrag heute gestellt wird, ist Rechtslage; ob die Mandantin den Prozess danach weiterführt, ist Zweckmäßigkeit und steht allein im Brief.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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