Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Nach einem Zusammenstoß bleibt der Anhänger des A auf dem Standstreifen einer Bundesstraße stehen; vier Gasflaschen liegen halb auf der Fahrbahn. Die Streife P lässt sie abtransportieren und auf einem amtlichen Verwahrplatz einlagern, wo sie sechs Tage bleiben. Bei dem zugleich nach Art. 17 I Nr. 1 PAG in Gewahrsam genommenen B wird ein Klappmesser einbehalten. Später ergeht ein Kostenbescheid gegen A.
Die Sicherstellung ist ein Verwaltungsakt und kein Realakt; die Wegnahme der Sache ist nur ihr Vollzug.
Für die Gasflaschen trägt Art. 25 I Nr. 1 PAG — und die Nummer verlangt eine Wahl zwischen zwei Buchstaben mit verschiedenen Schwellen.
Das Klappmesser des B lässt sich sicherstellen, ohne dass eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dargelegt wird.
Der Kostenbescheid gegen A findet seine Grundlage in Art. 28 III PAG, der die Sicherstellung abrechnet.
Für die auf dem Verwahrplatz eingelagerten Flaschen wären die Kosten nach Art. 9 II PAG abzurechnen, weil die Polizei eine hypothetische Anordnung selbst ausgeführt hat.
Nach der Sicherstellung schuldet die Polizei dem Betroffenen eine Bescheinigung, und die Sicherstellung endet nicht erst mit der Abholung.
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