Der Verzicht vom Krankenbett

Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Falk, 34 Jahre alt und voll geschäftsfähig, will gegen eine Abfindung von 90.000 € auf seinen Pflichtteil gegenüber seinem Vater Wenzel verzichten. Wenzel liegt nach einer Herzoperation im Krankenhaus und möchte, dass seine Ehefrau Dorit die Urkunde für ihn unterschreibt – sie hat eine notarielle Generalvollmacht. Falk ist damit einverstanden.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Verzicht kann sich allein auf das Pflichtteilsrecht beschränken, ohne dass Falk auf ein Erbrecht insgesamt verzichten muss.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Pflichtteilsverzichtsvertrag ist nur wirksam, wenn er notariell beurkundet wird.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dorit kann den Vertrag aufgrund ihrer notariellen Generalvollmacht wirksam für Wenzel abschließen.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil Wenzel an der persönlichen Unterschrift verhindert ist, darf nach § 2347 S. 2 BGB ausnahmsweise ein Vertreter für ihn handeln.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Falk seinerseits dürfte sich beim Abschluss des Vertrages durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ob sich ein reiner Pflichtteilsverzicht auch auf die Abkömmlinge des Verzichtenden erstreckt, ist umstritten und sollte deshalb in der Urkunde ausdrücklich geregelt werden.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Erbrecht weiterlesen.

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