Das Palettenpfand im Bestätigungsschreiben

BGB AT · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

G, eingetragener Kaufmann, und R, eine GmbH, einigen sich am Telefon über 400 Frottierhandtücher zu 6,20 € je Stück; über Verpackung spricht niemand. Noch am selben Tag mailt G eine „Auftragsbestätigung“, die den Preis wie besprochen wiedergibt und die Zeile „Palettenpfand 240 €“ hinzufügt. G hält den Vertrag seit dem Telefonat für geschlossen; R widerspricht erst zwei Wochen später.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Schweigen ist grundsätzlich weder Zustimmung noch Ablehnung; die Grundsätze zum Bestätigungsschreiben durchbrechen das (§ 346 HGB).

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Überschrift „Auftragsbestätigung“ entscheidet darüber, ob Gs Schreiben eine Bestätigung oder eine Annahme unter Änderungen ist (§ 150 II BGB).

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Rechtsgrundlage der Bindung ist Gewohnheitsrecht, gestützt auf § 346 HGB und § 242 BGB.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Beide Seiten sind Kaufleute: G durch Eintragung, R kraft ihrer Rechtsform (§ 13 III GmbHG, § 6 I HGB).

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ein Palettenpfand von 240 € neben einem Auftragswert von 2.480 € überschreitet die Abweichungsgrenze (§ 346 HGB, § 242 BGB).

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Rs Widerspruch nach zwei Wochen war noch unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 I 1 BGB).

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im BGB AT weiterlesen.

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