Mitbestimmung in sozialen Angelegenheiten

Arbeitsrecht · 1. Staatsexamen · Feld 12 · D-12.05 · Definition aus ALEX – Tutor

Der Wortlaut

„Der Betriebsrat hat, soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht, in folgenden Angelegenheiten mitzubestimmen“ (§ 87 I BetrVG) – vierzehn Nummern, seit dem 18. Juni 2021 einschließlich der „Ausgestaltung von mobiler Arbeit, die mittels Informations- und Kommunikationstechnik erbracht wird“ (§ 87 I Nr. 14 BetrVG). Das Recht setzt einen kollektiven Tatbestand voraus: Die Maßnahme muss über die Regelung eines Einzelfalls hinausgehen und eine Gruppe von Arbeitnehmern nach allgemeinen Merkmalen erfassen. Nummer 1 erfasst das Ordnungsverhalten, nicht das Arbeitsverhalten; Nummer 3 nur die vorübergehende Verkürzung oder Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit; Nummer 6 technische Einrichtungen, „die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen“ – dafür genügt die objektive Eignung, auf eine Überwachungsabsicht kommt es nicht an (st. Rspr. des BAG). „Kommt eine Einigung über eine Angelegenheit nach Absatz 1 nicht zustande, so entscheidet die Einigungsstelle“ (§ 87 II 1 BetrVG). „Der Spruch der Einigungsstelle ersetzt die Einigung“ (§ 87 II 2 BetrVG). § 87 BetrVG hat zwei Absätze, die Nummern hängen an Absatz 1.

Woran gemessen wird

Diese Wörter müssen im Examen fallen — der Rest darf mit eigenen Worten kommen.

  • soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht
  • mitzubestimmen
  • vierzehn Nummern
  • Ausgestaltung von mobiler Arbeit, die mittels Informations- und Kommunikationstechnik erbracht wird
  • kollektiven Tatbestand
  • Ordnungsverhalten
  • vorübergehende
  • dazu bestimmt
  • objektive Eignung
  • Einigungsstelle
  • Der Spruch der Einigungsstelle ersetzt die Einigung
  • § 87 BetrVG hat zwei Absätze, die Nummern hängen an Absatz 1.

Fundstellen

Woher der Wortlaut stammt

§ 87 I BetrVG · Gesetzeswortlaut

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