Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Kanzlei in Regensburg. Mandant ist der Bauunternehmer Leopold Windschnurer; er klagt vor dem Landgericht Regensburg 135.000,00 EUR Werklohn ein. 94.500,00 EUR sind der Höhe nach unstreitig; über 40.500,00 EUR Nachträge wird ein Sachverständigengutachten eingeholt. Der Brief nennt zwei Zahlen: bei vollem Obsiegen null, bei vollem Unterliegen 16.107,90 EUR.
Beide genannten Zahlen sind richtig gerechnet, und der Kostenblock ist trotzdem unvollständig — es fehlt die Zahl, die zwischen ihnen liegt.
Der wahrscheinlichste Ausgang ist eine Quote, und bei 70 Prozent Obsiegen trägt der Mandant 4.832,37 EUR.
Bei 30 Prozent Unterliegen trägt der Mandant 30 Prozent seiner eigenen Anwaltskosten, also 1.751,09 EUR.
§ 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO rettet den Mandanten hier: Eine Zuvielforderung von 30 Prozent ist verhältnismäßig geringfügig.
Der Kostenblock bekommt deshalb drei Zahlen statt zwei — und die dritte steht in der Mitte.
Diese Rechnung erscheint in keinem der beiden anderen Texte, auch nicht in Teilen — anders als die Regel, aus der sie abgeleitet ist.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.
Erst ausprobieren? Auf der Startseite steht eine Aufgabe ohne Konto — du schreibst deine Lösung hin, und dieselbe Tiefenkorrektur, die drinnen korrigiert, liest sie gegen die Musterlösung.