Vor dem Arbeitsgericht schießt niemand vor

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Bearbeitungstag ist Dienstag, der 14. Juli 2026. Anton Schöllhorn ist Lagerleiter der Alzgau Kühltransport GmbH in Traunstein und verlangt 11.400,00 EUR Überstundenvergütung; die Klage soll zum Arbeitsgericht Traunstein. Er hat gelesen, dass eine Klage erst nach Einzahlung eines Vorschusses zugestellt wird, und fragt, was er überweisen muss, bevor etwas geschieht.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch hier ist der Gebührenvorschuss nach § 12 Abs. 1 Satz 1 GKG zu zahlen, bevor zugestellt wird.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Gerichtsgebühr des ersten Rechtszugs beträgt hier 627,00 EUR und damit ein Drittel weniger als vor dem Landgericht.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Endet das Verfahren in der Güteverhandlung durch Vergleich, ermäßigt sich die Gerichtsgebühr nicht auf 0,4, sondern entfällt ganz.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil § 11 Satz 1 GKG den Vorschuss ausschließt, fällt vor dem Arbeitsgericht auch keine Gerichtsgebühr an.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Obsiegt Schöllhorn vollständig, trägt er seine eigenen Anwaltskosten von 2.127,13 EUR gleichwohl selbst.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Hinweis auf diese Kostenfolge war schon vor der Mandatsübernahme geschuldet, und die Zahl gehört jetzt in das Mandantenschreiben.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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