Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Landgericht Würzburg, Az. 4 O 118/26, Streitwert 62.000,00 EUR aus einem Bauvertrag. Nach dem schriftlichen Hinweis des Gerichts einigen sich die Parteien telefonisch. Der Vorsitzende unterbreitet daraufhin einen schriftlichen Vergleichsvorschlag, den beide Anwälte durch Schriftsatz annehmen. Der Mandant fragt, ob der Verzicht auf den Termin Geld spart.
§ 278 Abs. 6 ZPO kennt zwei Wege in einen Vergleich ohne Termin, und sie unterscheiden sich danach, von wem der Vorschlag stammt.
Weil kein Termin stattfindet, entsteht keine Terminsgebühr; der Vergleich nach § 278 Abs. 6 ZPO kostet deshalb nur 1,3 und 1,0.
Enthält der Vergleich keine Kostenregelung, greift eine gesetzliche Folge, die für den Mandanten regelmäßig schlechter ist als die Quote, die er aushandeln könnte.
Der Feststellungsbeschluss ist berichtigungsfähig, und das folgt nicht aus dem allgemeinen Verfahrensrecht, sondern aus einem eigenen dritten Satz.
Der Vergleich ist in der Gesamtrechnung beider Seiten billiger als das Urteil, weil die Gerichtsgebühr von 3,0 auf 1,0 sinkt.
Für den Vergleich sprechen hier vier Gründe, und die Gebühren sind keiner davon — das Kostenargument steht in diesem Fall sogar auf der anderen Seite.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.
Erst ausprobieren? Auf der Startseite steht eine Aufgabe ohne Konto — du schreibst deine Lösung hin, und dieselbe Tiefenkorrektur, die drinnen korrigiert, liest sie gegen die Musterlösung.