| Kaufvertrag | Werkvertrag | Werklieferungsvertrag | Mietvertrag | |
|---|---|---|---|---|
| Norm | § 433 BGB | § 631 BGB | § 650 I 1 BGB | § 535 BGB |
| Geschuldet ist | die Sache | der Erfolg | herzustellende bewegliche Sache | Gebrauchsüberlassung auf Zeit |
| Mängelrechte | §§ 437 ff. BGB | §§ 634 ff. BGB | über § 650 I 1 BGB: Kaufrecht | §§ 536 ff. BGB |
| Abnahme nötig? | nein | ja, § 640 BGB | nein | nein |
Der Werklieferungsvertrag ist der Fall, in dem die Einordnung am häufigsten misslingt: § 650 I 1 BGB schickt Verträge über die Lieferung herzustellender oder zu erzeugender beweglicher Sachen ins Kaufrecht — obwohl jemand etwas herstellt. Wer dort § 634 BGB prüft, prüft das falsche Gesetz.
Schuldet der Unternehmer neben der Lieferung auch den Einbau, entscheidet der Schwerpunkt der Leistung: Prägen die Anpassung an die Räume und der Einbau den Vertrag, ist es ein Werkvertrag; steht die Übereignung im Vordergrund, ist es ein Kaufvertrag mit Montageverpflichtung (BGH, Urteil vom 19. Juli 2018 – VII ZR 19/18).