Strafrecht VI · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Die große Strafkammer hat A wegen Untreue in vier Fällen verurteilt. Den Schaden im dritten Fall stützt das Urteil auf eine Aufstellung vom 9. Januar 2026; das Protokoll weist zu ihr nichts aus. Für den vierten Fall setzt die Kammer vier Monate fest und schreibt nur, eine Geldstrafe komme nicht in Betracht. Zu einem Notizbuch legt sie auf einer halben Seite dar, weshalb sie es für unverwertbar hielt.
§ 344 II 1 StPO verlangt eine Entscheidung zwischen zwei Rügearten — und wer sie nicht trifft, hat nichts erhoben.
Welche Rüge erhoben ist, entscheidet die Überschrift, unter die der Revisionsführer seinen Abschnitt stellt.
Die Aufstellung vom 9. Januar 2026 gehört auf die Verfahrensseite, und die Kontrollfrage dahin ist immer dieselbe.
Die vier Monate im vierten Fall sind dagegen reiner Urteilsstoff — dafür wird kein einziges Blatt der Akte gebraucht.
Weil das Urteil zum Notizbuch alles mitteilt, was man wissen muss, kann das Revisionsgericht diese Erwägungen auf die Sachrüge hin überprüfen.
Die allgemeine Sachrüge wird trotzdem in jedem Fall zusätzlich erhoben — sie kostet einen Satz und kann nicht unzulässig sein.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Strafrecht VI weiterlesen.
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