Zwanzigtausend im Beschluss, sechsundneunzigtausend im Vertrag

Handels- und Gesellschaftsrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die K-GmbH hat O Prokura erteilt und eintragen lassen. Ein Gesellschafterbeschluss untersagt ihm intern Geschäfte über 20.000 Euro. O kauft bei V Betonstahl für 96.000 Euro; V kennt die Weisung nicht. Zwei Wochen später verkauft O das Betriebsgrundstück an P und lässt auflassen.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die interne Betragsgrenze wirkt gegen V nicht. Auf seine Unkenntnis kommt es dabei nicht einmal an (§ 50 I HGB).

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Auch die Beschränkung auf eine von mehreren Niederlassungen bleibt Dritten gegenüber stets unwirksam (§ 50 III 1 HGB).

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    O ist zur Veräußerung des Betriebsgrundstücks nur bei besonders erteilter Befugnis ermächtigt (§ 49 II HGB).

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Immobiliarklausel des § 49 II HGB ist eine Beschränkung, der § 50 I HGB die Außenwirkung nimmt.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    Der Kaufvertrag über den Betonstahl bindet die K-GmbH, der Grundstücksverkauf an P dagegen nicht.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Handels- und Gesellschaftsrecht weiterlesen.

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