Bitte vorerst nicht weiterleiten

Handels- und Gesellschaftsrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Prokurist der W e.K. ist G. Er verkauft der B-GmbH 80 Tonnen Papier zu einem Preis, der ohne erkennbaren Grund dreißig Prozent unter dem Listenpreis liegt, und schreibt in die Auftragsbestätigung: „Bitte vorerst nicht an Herrn W weiterleiten.“ Bs Einkäufer S nimmt das hin. W verweigert die Lieferung.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Der Vertrag ist schon nach § 138 I BGB nichtig, weil G und S zum Nachteil Ws zusammengewirkt haben.

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Der Einwand des Missbrauchs setzt voraus, dass G im Zeitpunkt des Verkaufs überhaupt Vertretungsmacht hatte.

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    Der Missbrauch der Vertretungsmacht musste sich S nach den Umständen des Geschäfts aufdrängen (§ 242 BGB).

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Rechtsfolge ist auch im Evidenzfall die Nichtigkeit des Vertrages nach § 138 I BGB, wie bei der Kollusion.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    W muss sich an dem Vertrag nicht festhalten lassen. Die B-GmbH erhält kein Papier.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Handels- und Gesellschaftsrecht weiterlesen.

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