Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Das Landratsamt L gibt mit Bescheid vom 21. September 2026 „den Eigentümern des Grundstücks Fl.Nr. 1042“ auf, „die auf dem Grundstück gelagerten Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen“, § 62 KrWG; Ziffer 2 droht ein Zwangsgeld von 3 000 Euro an. Eigentümer sind drei Miterben. Auf dem Grundstück liegen 40 Altreifen, Bauschutt von etwa 12 Kubikmetern und ein ausgeschlachteter Wohnwagen. Eine Frist nennt der Bescheid nicht; eine Anlage liegt ihm nicht bei.
Die Bestimmtheit des Verwaltungsakts steht in einem einzigen Satz — und der Artikel, in dem er steht, regelt daneben etwas ganz anderes.
Ist der Bescheid unbestimmt, ist er nichtig; das ist die Rechtsfolge, die Art. 37 I BayVwVfG anordnet.
Vor der Rüge steht die Auslegung, und sie bekommt in der Arbeit zwei Sätze — auch dann, wenn die Rüge im Ergebnis durchgreift.
Die Sammelbezeichnung „die Eigentümer des Grundstücks Fl.Nr. 1042“ genügt, weil sich die Namen aus dem Grundbuch ergeben.
Der richtige Tenor wird nicht länger, sondern genauer: Er nennt Adressat, Handlung, Gegenstand, Ort, Frist und Zwangsmittel — sechs Angaben in zwei Ziffern.
Weil allein die Frist fehlt, ist nur die Zwangsgeldandrohung in Ziffer 2 aufzuheben; die Grundverfügung in Ziffer 1 bleibt bestehen.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.
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