Was für die Hauptsache übrig bleibt

Öffentliches Recht IV · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die Bürgerinitiative I, vertreten durch W, beantragt bei der Gemeinde G eine Sondernutzungserlaubnis nach Art. 18 I 1 BayStrWG für einen Informationsstand auf dem Marktplatz an den drei Samstagen vor dem Bürgerentscheid, der nach Art. 18a X 1 GO auf Sonntag, den 12. Juli 2026, terminiert ist. G lehnt am Freitag, dem 19. Juni 2026, ab: Der Platz sei samstags dem Wochenmarkt vorbehalten. W beantragt am selben Tag die vorläufige Erteilung.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Vorweggenommen ist die Hauptsache nur, wenn die Anordnung endgültige Verhältnisse schafft — nicht schon, weil eine Regelungsanordnung beantragt ist.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil die Hauptsache vorweggenommen würde, ist der Antrag abzulehnen, ohne dass es auf Anordnungsanspruch und Anordnungsgrund ankäme.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Ausnahme verlangt zwei Voraussetzungen, und sie müssen kumulativ vorliegen.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    „Hohe Wahrscheinlichkeit“ meint dasselbe wie das Beweismaß der Glaubhaftmachung, also überwiegende Wahrscheinlichkeit.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Wird die Hauptsache vorweggenommen, prüft das Gericht den Anordnungsanspruch nicht summarisch, sondern abschließend.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Vor der Vollerteilung steht die Frage, ob eine mildere Anordnung genügt — und die Rechtsgrundlage dafür ist § 938 I ZPO.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Öffentliches Recht IV weiterlesen.

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