Was die Behörde darf und was das Gericht darf

· Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die Gemeinde G hat für ein Wohngebiet einen Bebauungsplan beschlossen. Das Landratsamt L hält ihn wegen eines Verfahrensfehlers für unwirksam, wendet ihn nicht an und erteilt B die Baugenehmigung nach § 34 BauGB. Der Nachbar N klagt. Die Kammer hält den Plan ebenfalls für unwirksam und fragt, was daraus folgt.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Hält die Kammer den Bebauungsplan für unwirksam, setzt sie das Verfahren aus und holt die Entscheidung des zuständigen Verfassungsgerichts ein.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch wenn die Kammer die gesetzliche Satzungsermächtigung selbst für verfassungswidrig hielte, entschiede sie darüber ohne Vorlage.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Das Landratsamt hatte kein Verwerfungsrecht — wohl aber ein Prüfungsrecht; und die herrschende Meinung macht selbst Ausnahmen.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil L den Bebauungsplan nicht verwerfen durfte, ist die dem B erteilte Baugenehmigung schon aus diesem Grund aufzuheben.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Verwirft die Kammer den Plan, wird er dadurch nicht aufgehoben; die Entscheidung wirkt allein für den entschiedenen Fall.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    In den Entscheidungsgründen wird die Kompetenzfrage in zwei Sätzen abgehandelt und dann zur Sache übergegangen.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im weiterlesen.

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