Unterlassungsantrag und Androhung von Ordnungsmitteln (§ 890 ZPO)

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die K-GmbH betreibt in Bayreuth eine Kfz-Werkstatt. Ihr Nachbar B fährt seit Februar 2026 mit Sattelzügen über ihren Hof, ohne dazu berechtigt zu sein; auf zwei Abmahnungen antwortet er nicht. K klagt vor dem Landgericht Bayreuth auf Unterlassung. Ihr Entwurf beziffert das angedrohte Ordnungsgeld mit 25.000,00 EUR und lässt die Ersatzordnungshaft weg.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    In den Unterlassungsantrag gehören drei Zwangsmittelangaben:

    • das Ordnungsgeld der Höhe nach
    • die Ersatzordnungshaft
    • die Höchstdauer der einzelnen Ordnungshaft
  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der im Entwurf angesetzte Höchstbetrag von 25.000 Euro folgt aus § 890 Abs. 1 Satz 2 ZPO und ist damit richtig gewählt.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Fehlt die Androhung im Urteil, bleibt der Antrag gleichwohl zulässig und der Titel brauchbar.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ein Antrag, es zu unterlassen, „den Betrieb der Klägerin zu stören“, wäre bestimmt genug, weil § 890 ZPO ohnehin jede Zuwiderhandlung erfasst.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Richtet sich der Antrag gegen eine GmbH, gehört in die Androhung der Zusatz, dass die Ordnungshaft an ihren gesetzlichen Vertretern zu vollziehen ist.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil das Unterlassungsurteil nicht auf Zahlung lautet, ist es kein Vollstreckungstitel im Sinne des § 704 ZPO.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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