Rahmentheorie bei der Strafzumessung (§ 46 I StGB)

Strafrecht IV · Strafzumessung und Rechtsfolgen · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die große Strafkammer verurteilt A wegen Raubes. Die Gründe lauten: „Die Kammer hält eine Freiheitsstrafe von vier Jahren für die einzig schuldangemessene Strafe. Da der Angeklagte eine Suchtbehandlung begonnen hat, hat sie auf drei Jahre und sechs Monate erkannt.“ Die Staatsanwaltschaft rügt, die Mitte des Rahmens sei aus dem Blick geraten; die Verteidigung rügt, die einzig richtige Strafe sei verfehlt.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    § 46 I 1 StGB trifft eine Rangaussage: Die Schuld begründet und begrenzt die Strafe.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Staatsanwaltschaft hat recht: Der Durchschnittsfall liegt in der rechnerischen Mitte des Rahmens, bei § 249 I StGB also bei acht Jahren.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Rechtsprechung entnimmt § 46 I 1 StGB keine Punktstrafe, sondern einen Rahmen schuldangemessener Strafen.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Verteidigung kann mit Erfolg rügen, eine um sechs Monate niedrigere Strafe wäre die angemessene gewesen.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass die Kammer die Strafe wegen der Behandlung abgesenkt hat, ist im Ansatz zulässig; rechtsfehlerhaft macht sie erst ihr eigener erster Satz.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Richtig gefasst benennt der Absatz den Bereich und die Stelle, an der die Kammer sich in ihm orientiert hat.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Strafrecht IV · Strafzumessung und Rechtsfolgen weiterlesen.

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