Drei Wochen im Schrank

Strafrecht VII · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 7 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

A findet am 6. Juni 2026 auf einer Bank in einer öffentlichen Grünanlage eine Umhängetasche mit einer Kamera im Wert von 1.900 Euro und einer Visitenkarte des V. Er nimmt sie mit und stellt sie in seinen Schrank. Drei Wochen später ruft V an; A erklärt, er habe nichts gefunden. Zwei Wochen darauf verkauft er die Kamera für 700 Euro an einen Bekannten.

  1. Aussage 1 von 7 · Richtig oder falsch?

    § 246 I StGB unterscheidet sich von § 242 I StGB in zwei Punkten, und der zweite verschiebt den ganzen Aufbau.

  2. Aussage 2 von 7 · Richtig oder falsch?

    Nach beiden heute vertretenen Auffassungen ist die Zueignung bereits mit dem Mitnehmen der Tasche vollendet.

  3. Aussage 3 von 7 · Richtig oder falsch?

    Die Wahl zwischen beiden Auffassungen ist zu begründen, und sie verschiebt zugleich den Ort, an dem gearbeitet wird.

  4. Aussage 4 von 7 · Richtig oder falsch?

    Das Bestreiten gegenüber V trägt die Zueignung nach beiden Auffassungen — nach der einen als Tathandlung, nach der anderen als Beweisanzeichen.

  5. Aussage 5 von 7 · Richtig oder falsch?

    Der Verkauf der Kamera ist eine zweite Unterschlagung, die zur ersten in Tatmehrheit steht.

  6. Aussage 6 von 7 · Richtig oder falsch?

    Hätte A die Tasche nicht auf der Parkbank, sondern in einem Linienbus gefunden, stünde ein anderer Tatbestand im Raum.

  7. Aussage 7 von 7 · Richtig oder falsch?

    § 246 II StGB scheidet aus, und die Subsidiaritätsklausel des Absatzes 1 verbietet es, die Norm überhaupt zu prüfen, solange § 242 I StGB im Raum steht.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Strafrecht VII weiterlesen.

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