Die doppelt verkaufte Forderung

Kautelarrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Kunde K hat seiner Hausbank sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen im Voraus abgetreten (Globalzession). Kurz darauf kauft er Ware bei Lieferant L unter verlängertem Eigentumsvorbehalt und tritt L dabei die Forderungen aus dem Weiterverkauf im Voraus ab. Als K die Ware weiterverkauft, verlangen Bank und L dieselbe Kundenforderung.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Rein nach dem Prioritätsprinzip hätte die zeitlich frühere Globalzession der Bank Vorrang, weil sie die künftige Forderung im Zeitpunkt ihres Entstehens zuerst erfasst.

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Rechtsprechung löst den Konflikt zugunsten der Bank, weil der Lieferant sich durch eine frühere Anfrage bei der Bank hätte absichern können.

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    Der Schutz des Lieferanten L lässt sich hier über § 138 Abs. 1 BGB erreichen, weil diese Norm anders als die AGB-Kontrolle auch die Interessen des am Vertrag unbeteiligten Dritten erfasst.

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Bank kann ihre Globalzession retten, indem sie sich schuldrechtlich verpflichtet, vorbehaltsbelastete Forderungen an die Lieferanten freizugeben.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    Hat der Abnehmer des K ein Abtretungsverbot vereinbart, bleibt die Vorausabtretung an L dennoch wirksam, wenn der Weiterverkauf ein beiderseitiges Handelsgeschäft ist.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Kautelarrecht weiterlesen.

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