Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Kanzlei in Ingolstadt. Der Mandant, Fliesenlegermeister Severin Aumüller, klagt vor dem Landgericht Ingolstadt gegen die Lenting Wohnbau GmbH auf 22.000,00 EUR Werklohn. Sein Hilfsgutachten endet mit drei Sätzen: die Erfolgsaussicht liege bei etwa fünfundfünfzig Prozent; es werde empfohlen, ein Vergleichsangebot über 12.000,00 EUR zu unterbreiten; das Kostenrisiko betrage 6.451,00 EUR.
Der zweite dieser drei Sätze steht im falschen Text, und zwar unabhängig davon, ob die Empfehlung richtig ist.
Der dritte Satz darf dagegen stehen bleiben: Das Kostenrisiko folgt aus dem Gesetz und ist damit Rechtslage.
Die genannten 6.451,00 EUR sind richtig gerechnet, wenn beide Seiten anwaltlich vertreten sind und der Rechtsstreit durch Urteil endet.
Weil der Brief die Zahl braucht, muss sie wenigstens einmal im Hilfsgutachten hergeleitet werden; sonst steht sie im Brief ohne Grundlage.
Von den drei Schlusssätzen bleibt einer stehen; er braucht aber eine Ergänzung, ohne die der Mandant mit ihm nichts anfangen kann.
Im Schriftsatz darf die Vergleichsbereitschaft wenigstens angedeutet werden — das beschleunigt die Sache und kostet nichts.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.
Erst ausprobieren? Auf der Startseite steht eine Aufgabe ohne Konto — du schreibst deine Lösung hin, und dieselbe Tiefenkorrektur, die drinnen korrigiert, liest sie gegen die Musterlösung.