Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Vorerbe Cord muss dringend Nachlassverbindlichkeiten begleichen, hat aber kein Bargeld. Er will ein Grundstück aus dem Nachlass verkaufen, doch Nacherbe Wilfried verweigert stur seine Zustimmung mit Verweis auf den Familienbesitz. Cord fragt sich, ob er Wilfried zur Einwilligung zwingen kann.
Da der Nacherbe Eigentümer des Grundstücks ist, kann er den Verkauf ohne Angabe von Gründen blockieren.
Die Begleichung von Erbschaftsteuer und Pflichtteilsansprüchen stellt eine ordnungsmäßige Verwaltung dar, die den Nacherben zur Einwilligung verpflichtet.
Der Nacherbe verliert durch den Verkauf den Wert des Grundstücks endgültig, da dieses aus dem Nachlass ausscheidet.
Wenn Wilfried weiterhin nicht einwilligt, kann Cord ihn auf Abgabe der Einwilligungserklärung verklagen.
Für die Grundbuchumschreibung ist nach einem solchen Urteil zwingend noch eine gesonderte öffentlich beglaubigte Einwilligungserklärung des Nacherben erforderlich.
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