Der erzwungene Grundstücksverkauf

Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Vorerbe Cord muss dringend Nachlassverbindlichkeiten begleichen, hat aber kein Bargeld. Er will ein Grundstück aus dem Nachlass verkaufen, doch Nacherbe Wilfried verweigert stur seine Zustimmung mit Verweis auf den Familienbesitz. Cord fragt sich, ob er Wilfried zur Einwilligung zwingen kann.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Da der Nacherbe Eigentümer des Grundstücks ist, kann er den Verkauf ohne Angabe von Gründen blockieren.

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Begleichung von Erbschaftsteuer und Pflichtteilsansprüchen stellt eine ordnungsmäßige Verwaltung dar, die den Nacherben zur Einwilligung verpflichtet.

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    Der Nacherbe verliert durch den Verkauf den Wert des Grundstücks endgültig, da dieses aus dem Nachlass ausscheidet.

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Wenn Wilfried weiterhin nicht einwilligt, kann Cord ihn auf Abgabe der Einwilligungserklärung verklagen.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    Für die Grundbuchumschreibung ist nach einem solchen Urteil zwingend noch eine gesonderte öffentlich beglaubigte Einwilligungserklärung des Nacherben erforderlich.

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