Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Waldemar Kirschbaum stirbt ohne Testament und wird von seinen drei Kindern Ines, Bertram und Lucia zu je 1/3 beerbt; zum Nachlass von 300.000 € gehört vor allem ein Mietshaus. Bertram ist zerstritten, unterschreibt nichts und antwortet nicht auf Post. Ines braucht dennoch dringend einen Erbnachweis, um das Grundbuch berichtigen und einen Mietvertrag kündigen zu lassen.
Den Antrag auf Erteilung eines gemeinschaftlichen Erbscheins kann Ines allein stellen, auch ohne Mitwirkung von Bertram und Lucia.
Da Ines allein beantragt, kann sie im Antrag auf die Angabe der Erbquoten verzichten.
Weil der Antrag nicht von allen Erben gestellt wird, muss er die Angabe enthalten, dass die übrigen Erben die Erbschaft angenommen haben.
Das Verfahren scheitert zwingend daran, dass Bertram keine eidesstattliche Versicherung abgibt.
Ein Teilerbschein über Ines' 1/3-Anteil genügt, um das Grundbuch auf die Erbengemeinschaft zu berichtigen.
Ines kann von Bertram und Lucia anteiligen Ersatz der Kosten des gemeinschaftlichen Erbscheins verlangen.
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