Das Gebot des sichersten Weges

Kautelarrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 4 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Bauunternehmer Kilian legt einen von der Gegenseite entworfenen Vertrag vor. Er will eine für ihn vorteilhafte, aber nach h. M. unwirksame Klausel beibehalten und pocht bei der Hauptregelung auf einen ungelösten Meinungsstreit.

  1. Aussage 1 von 4 · Richtig oder falsch?

    Bei einem von der Gegenseite entworfenen Vertrag muss Bauunternehmer Kilian auf etwaige Unwirksamkeiten nicht hingewiesen werden, da es sich um das alleinige Problem der Gegenseite handelt, wenn die Unwirksamkeit zu deren Lasten geht.

  2. Aussage 2 von 4 · Richtig oder falsch?

    In der Kautelarpraxis gilt das Gebot des sichersten Weges, wonach nicht auf das Durchgreifen einer streitigen Auffassung spekuliert werden darf.

  3. Aussage 3 von 4 · Richtig oder falsch?

    Bei einem echten Meinungsstreit, der die Hauptregelung betrifft, wählt die Bearbeiterin stets diejenige Mindermeinung aus, die für den Mandanten das wirtschaftlich beste Ergebnis bringt.

  4. Aussage 4 von 4 · Richtig oder falsch?

    Die Bearbeiterin muss Kilian offen beraten und empfehlen, die bedenkliche Klausel durch eine wirksame, konsensfähige Regelung zu ersetzen.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Kautelarrecht weiterlesen.

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