Strafrecht V · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 7 Aussagen zu beurteilen
Vor dem Schöffengericht steht A wegen zweier Betrugstaten und fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr. Beschlagnahme des Führerscheins am 4. Februar 2026, vorläufige Entziehung zwei Tage später. Am 8. Oktober 2026 hält St für angemessen: acht, sieben und sechs Monate Einzelstrafe, vierzehn Monate Gesamtstrafe mit Bewährung, drei Jahre Bewährungszeit, 1.200 Euro Auflage in Raten und dreizehn Monate Gesamtsperre.
Beantragt werden die Einzelstrafen und die Gesamtstrafe; wer nur die Gesamtstrafe nennt, überspringt eine Ebene.
„… zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung zu verurteilen“ — so wird die Aussetzung mitbeantragt.
Der Maßregelteil ist ein Dreischritt, und ein einziges Wort trägt darin eine Rechnung, die sonst unsichtbar bliebe.
Der Antrag sieht so aus, wenn jeder seiner sechs Bestandteile an der Stelle steht, an der ihn seine Vorschrift verlangt.
Wäre statt der Freiheitsstrafe eine Geldstrafe zu beantragen, genügte die Zahl der Tagessätze; die Höhe bestimmt ohnehin das Gericht.
Vom ganzen Plädoyer gelangt allein der Antrag in das Protokoll — und daraus folgt, wann er geschrieben und wie er gesprochen wird.
Einen Kostenantrag braucht auch die Staatsanwaltschaft nicht zu stellen, weil die Folge des § 465 I 1 StPO ohnehin eintritt.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Strafrecht V weiterlesen.
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