Angehörigenbürgschaft

Kautelarrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Bank B verlangt von Frieda, der vermögens- und einkommenslosen Ehefrau des Bauunternehmers Erwin, eine Bürgschaft über 250.000 € für dessen Betriebskredit. Der B waren die Vermögens- und Einkommenslosigkeit Friedas sowie ihre Ehe mit Erwin bei Vertragsschluss bekannt. Frieda unterschreibt die Bürgschaftserklärung lediglich aus Liebe und tiefem Vertrauen zu ihrem Mann.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Bürgschaft ist bereits formnichtig, weil sie nicht notariell beurkundet wurde.

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Eine Sittenwidrigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB scheidet aus, da es sich um einen privaten Vertrag zwischen Bank und Ehefrau handelt.

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    Eine krasse finanzielle Überforderung liegt vor, wenn der Bürge voraussichtlich nicht einmal die laufenden Zinsen der Hauptschuld aus eigenem Einkommen und Vermögen aufbringen kann.

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Liegen emotionale Verbundenheit und krasse Überforderung vor, wird widerleglich vermutet, dass die Bank dies in verwerflicher Weise ausgenutzt hat.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Bürgschaft ist wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB insgesamt unwirksam.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Kautelarrecht weiterlesen.

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