So wird die Wirksamkeit der Kündigungserklärung geschrieben – vor jedem Wort über § 1 KSchG.
- Kündigungserklärung – eindeutig, bestimmt, unbedingt. Auslegung nach §§ 133, 157 BGB.
- Form – Schriftform, § 623 BGB iVm § 126 I BGB; Verstoß bedeutet Nichtigkeit nach § 125 S. 1 BGB. ⤷ Die elektronische Form ist ausgeschlossen; § 126 III BGB hilft nicht, weil § 623 BGB ausdrücklich etwas anderes bestimmt.
- Zugang – § 130 I 1 BGB. Er bestimmt zugleich den Fristbeginn für § 4 S. 1 KSchG und für § 174 S. 1 BGB.
- Vertretungsmacht – §§ 164 ff. BGB; bei Vertretung ohne beigefügte Vollmachtsurkunde die Zurückweisung nach § 174 S. 1 BGB. ⤷ Die Zurückweisung muss unverzüglich erfolgen; wer sie versäumt, verliert den Einwand endgültig, auch wenn die Vollmacht tatsächlich fehlte (dann gilt § 180 S. 2 BGB iVm §§ 177 ff. BGB).
- Anhörung des Betriebsrats – § 102 I 1, 2 BetrVG; ohne sie Unwirksamkeit nach § 102 I 3 BetrVG. ⤷ Diese Station steht vor der sozialen Rechtfertigung. Wer sie hinten prüft, begründet ausführlich einen Kündigungsgrund für eine Kündigung, die schon unwirksam ist.
- Besondere Verbote – § 612a BGB, § 613a IV 1 BGB, § 17 I MuSchG, § 168 SGB IX, § 15 KSchG iVm § 103 BetrVG.
- Generalklauseln – § 134 BGB, § 138 I BGB, § 242 BGB.
- Kündigungsfrist und Termin – § 622 BGB; ein falsch berechneter Termin macht die Kündigung nicht ohne Weiteres unwirksam (E-5.06).