Streitgegenstand und alternative Klagehäufung beim Unterlassungsantrag (§ 253 ZPO)

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

B hat über die Zahnärztin K behauptet, sie rechne Leistungen ab, die sie nicht erbracht habe — am Montag, dem 9. März 2026, in einem Schreiben an die Kassenärztliche Vereinigung und am Donnerstag, dem 23. April 2026, in einer Bewertung im Internet. K beantragt, B die Behauptung zu untersagen, und stellt es dem Gericht anheim, auf welche der beiden Äußerungen es die Verurteilung stützt.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Antrag der K ist bestimmt; unbestimmt ist etwas anderes, das die Klage genauso zu Fall bringt — der Streitgegenstand.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil beide Äußerungen denselben Inhalt haben und dieselbe Unterlassung verlangt wird, liegt in Wahrheit nur ein Streitgegenstand vor.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Streitgegenstand ist in der Arbeit nie ein eigener Prüfungspunkt, sondern das Werkzeug für vier andere.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die alternative Klagehäufung verstößt gegen § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, obwohl die Vorschrift vom Antrag und nicht vom Streitgegenstand spricht.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil der Streitgegenstand nicht feststeht und § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO verletzt ist, ist die Klage ohne vorherigen Hinweis als unzulässig abzuweisen.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Gibt K die Reihenfolge an und greift der Hauptantrag durch, ist über die zweite Äußerung nicht entschieden.

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