Was an einem Beweisbeschluss noch geändert werden darf

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Landgericht Coburg, 4 O 233/27. Der Beweisbeschluss vom 18. Januar 2027 lautet auf die Behauptung Söllners, die Itzgrund Logistik GmbH habe ihm am 3. Oktober 2026 eine Lieferfrist bis zum 30. September 2026 zugesagt; Zeuge ist Vitus Kammermeier. Der richtige Tag ist der 3. September 2026. Die Beklagte verlangt die Aufhebung: Aus den früheren Verhandlungen ergebe sich, dass gar keine Zusage vorliege.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Auf die früheren Verhandlungen kann die Beklagte ihr Aufhebungsverlangen nicht stützen, solange der Beweisbeschluss nicht erledigt ist.

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    Den falschen Tag darf das Gericht ohne erneute mündliche Verhandlung und ohne Zustimmung der Beklagten richtigstellen.

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    Wäre die Vernehmung dem Berichterstatter übertragen, dürfte auch er den Beweissatz berichtigen.

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Ohne vorherige Anhörung beider Parteien ist die Änderung unwirksam; § 360 Satz 4 ZPO macht die Anhörung zur Voraussetzung.

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    Stimmt Söllner zu, darf das Gericht den Beweisbeschluss auch vollständig aufheben — und es dürfte dann sogar ein anderes Beweisthema bestimmen.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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