Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Die K-GmbH hat im Urkundenprozess ein Vorbehaltsurteil über 22.000,00 EUR erwirkt und daraus vollstreckt. Im Nachverfahren stellt sich heraus, dass der Anspruch nie bestand. B sind durch die Vollstreckung 1.400,00 EUR Kosten und ein Zinsschaden entstanden; ein Verschulden trifft die K-GmbH nicht.
Ob dem Beklagten die Ausführung seiner Rechte vorbehalten wird, steht im Ermessen des Gerichts.
Das Vorbehaltsurteil ist für die Rechtsmittel und die Zwangsvollstreckung als Endurteil anzusehen.
Das Nachverfahren ist derselbe Rechtsstreit vor demselben Gericht; eine neue Klage braucht es nicht.
Die K-GmbH schuldet dem B Ersatz des Vollstreckungsschadens, obwohl sie kein Verschulden trifft.
Neben § 599 Abs. 3 ZPO regelt § 601 ZPO die Wirkung des Vorbehaltsurteils im Verhältnis zum Nachverfahren.
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