Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Examensklassiker · Rechenfall · BGH, 27.04.94
E überträgt Sohn S 2014 ein Mietshaus im Erbfallwert von 400.000 € und behält den Nießbrauch am ganzen Objekt. 2011 schenkte er seiner Frau W ein Ferienhaus, im Erbfall 200.000 € wert. E stirbt 2026 mit 60.000 € Nachlass; Alleinerbin ist W, Tochter T ist enterbt.
Die Zehnjahresfrist des § 2325 III 2 BGB läuft für das Mietshaus, obwohl E den Nießbrauch behält.
Das Mietshaus geht mit 400.000 € in den fiktiven Nachlass ein (§ 2325 II 2 BGB).
Für das Ferienhaus sind seit 2011 mehr als zehn Jahre verstrichen; es bleibt unberücksichtigt (§ 2325 III 2 BGB).
T kann von W 150.000 € Ergänzung verlangen, neben 15.000 € ordentlichem Pflichtteil (§§ 2303 I, 2325 I BGB).
T klagt auf 165.000 €; zuständig ist das Landgericht (§ 71 I GVG), daneben steht § 27 I ZPO offen.
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