Arbeitsrecht · Individual- & Prozessrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen
Steuerfachangestellte S nimmt in einem Jahr von ihren 30 Urlaubstagen nur 12 Tage. Die Kanzlei hat sie weder aufgefordert, den Urlaub zu nehmen, noch auf einen drohenden Verfall hingewiesen, und beruft sich im Februar auf den Verfall der restlichen 18 Tage.
Der volle gesetzliche und vertragliche Jahresurlaub entsteht grundsätzlich mit Beginn des Urlaubsjahres, sofern die Wartezeit nach § 4 BUrlG bereits erfüllt ist.
Nach dem Wortlaut des § 7 Abs. 3 BUrlG verfällt nicht genommener Urlaub automatisch am 31.12. des laufenden Kalenderjahres, ohne dass es einer Handlung des Arbeitgebers bedarf.
Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer konkret auffordern, den Urlaub zu nehmen, und klar sowie rechtzeitig auf den drohenden Verfall hinweisen.
Ein abstraktes Merkblatt im Intranet zur allgemeinen Urlaubsdauer genügt den Anforderungen an die arbeitgeberseitige Hinweispflicht.
Der Anspruch auf restlichen Urlaub verfällt bei einer Steuerfachangestellten nicht, wenn die Kanzlei ihren Mitwirkungsobliegenheiten bezüglich des Urlaubs nicht nachgekommen ist, sondern die Urlaubstage bestehen fort und treten zum Urlaub des Folgejahres hinzu.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Arbeitsrecht · Individual- & Prozessrecht weiterlesen.
Erst ausprobieren? Auf der Startseite steht eine Aufgabe ohne Konto — du schreibst deine Lösung hin, und dieselbe Tiefenkorrektur, die drinnen korrigiert, liest sie gegen die Musterlösung.