Geringfügige Zuvielforderung und Gebührenstufen (§ 92 ZPO, § 34 GKG)

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Vor dem Landgericht verlangt K von B 51.000,00 EUR Werklohn für den Innenausbau einer Praxis. Nach Sachverständigengutachten hält das Gericht 49.600,00 EUR für begründet und weist die Klage im Übrigen ab. Der Referendar will die Kosten nach § 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ganz der B auferlegen; 1.400,00 EUR seien bei diesem Streitwert geringfügig.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Staffel des § 34 Abs. 1 Satz 2 GKG hat vier Wertstufen:

    • bis 2 000
    • bis 10 000
    • bis 25 000
    • bis 50 000 Euro
  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die einfache Gebühr für einen Streitwert von 49.600,00 EUR beträgt 638,00 EUR, und der Rechenweg lässt sich in einer Zeile hinschreiben.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die 1.400,00 EUR Zuvielforderung sind zwar geringfügig, haben aber höhere Kosten veranlasst; § 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO trägt deshalb nicht.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Gebührentabelle wird als Anlage 2 zu § 34 Abs. 1 Satz 2 GKG zitiert und reicht bis zu einem Streitwert von 30 Millionen Euro.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    § 34 Abs. 2 GKG hat zwei Sätze: einen Mindestbetrag für jede Gebühr und eine Regel darüber, wie auf Cent gerundet wird.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Bei einem Streitwert von 600.000,00 EUR beträgt die einfache Gebühr 4.558,00 EUR, und das lässt sich ohne Tabelle ausrechnen.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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