Fristen und Fristverlängerung im Zulassungsverfahren (§ 124a VwGO)

Öffentliches Recht IV · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 7 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Das vollständige Urteil, mit dem die Klage der A gegen die Rücknahme einer Zuwendung abgewiesen wurde, wird ihrer Bevollmächtigten R am Mittwoch, dem 17. März 2027, zugestellt; die Berufung ist nicht zugelassen. R notiert „Frist: 17. April“ und legt die Akte weg. Später beantragt sie beim Verwaltungsgerichtshof, die Begründungsfrist um zwei Wochen zu verlängern; der Vorsitzende verfügt antragsgemäß.

  1. Aussage 1 von 7 · Richtig oder falsch?

    Beide Fristen des § 124a IV VwGO laufen ab derselben Zustellung; die zweite beginnt nicht mit dem Antrag.

  2. Aussage 2 von 7 · Richtig oder falsch?

    Die Antragsfrist endet nicht am 17. April 2027, sondern erst mit Ablauf des Montags, des 19. April 2027.

  3. Aussage 3 von 7 · Richtig oder falsch?

    Die Darlegungsfrist endet mit Ablauf des Montags, des 17. Mai 2027.

  4. Aussage 4 von 7 · Richtig oder falsch?

    Antrag und Darlegung gehen an dasselbe Gericht, weil beide dasselbe Verfahren betreffen.

  5. Aussage 5 von 7 · Richtig oder falsch?

    Der Antrag muss das angefochtene Urteil bezeichnen, und schon seine Stellung hält die Rechtskraft auf.

  6. Aussage 6 von 7 · Richtig oder falsch?

    Weil der Vorsitzende die Frist verlängert hat, ist die Darlegung auch am vorletzten Tag der verlängerten Frist noch rechtzeitig.

  7. Aussage 7 von 7 · Richtig oder falsch?

    Für die Wiedereinsetzung gilt hier nicht die Zweiwochenfrist, sondern die Monatsfrist — und die Vorschrift nennt den Fall beim Namen.

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