Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen
Ruth Sander überträgt am 04.03.2013 ihrem Sohn Gero drei Objekte: das Mietshaus (600.000 €) unter Vorbehalt des vollen Nießbrauchs, das vermietete Ladenlokal (200.000 €) gegen eine durch Reallast gesicherte Leibrente von monatlich 1.400 € (= volle Nettomiete, kapitalisiert 80.000 €) und den Garagenhof (120.000 €) unter Vorbehalt eines Quotennießbrauchs von nur 10 %. Ruth stirbt am 12.06.2026, Gero ist Alleinerbe, die Tochter Betje ist enterbt, der reale Nachlass beträgt 40.000 €. Betje verlangt Pflichtteil und Pflichtteilsergänzung.
Die Zehnjahresfrist für Schenkungen beginnt erst, wenn der Erblasser den verschenkten Gegenstand auch wirtschaftlich aus seinem Vermögen ausgegliedert hat.
Beim Mietshaus ist die Zehnjahresfrist abgelaufen, weil zwischen Übertragung 2013 und Erbfall 2026 mehr als zehn Jahre liegen.
Beim Ladenlokal lässt die Leibrente die Zehnjahresfrist anlaufen, weil eine Rente stets eine Gegenleistung darstellt.
Das Ladenlokal geht wegen der Leibrente nur mit 120.000 € in den fiktiven Nachlass ein.
Der Garagenhof bleibt bei der Pflichtteilsergänzung unberücksichtigt.
Betje stehen insgesamt 190.000 € zu.
Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Erbrecht weiterlesen.
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