Stufenklage auf Rechenschaft und Herausgabe (§ 254 ZPO, § 666 BGB)

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 7 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter verlangt K von deren Nachbarin B, die eine Vorsorgevollmacht hatte und über das Konto der Erblasserin verfügt hat, Rechenschaft über sämtliche Verfügungen der letzten drei Jahre und Herausgabe dessen, was B daraus erlangt hat. Wie hoch dieser Betrag ist, kann K ohne die Rechenschaft nicht sagen. B hat die Rechenschaft verweigert.

  1. Aussage 1 von 7 · Richtig oder falsch?

    § 254 ZPO trägt diese Klage, obwohl die Rechenschaftspflicht nicht in ihm, sondern in § 666 BGB steht.

  2. Aussage 2 von 7 · Richtig oder falsch?

    Die Stufenklage ist nach § 254 Abs. 1 ZPO zulässig, weil sie die Klage auf Auskunft mit der Leistungsklage verbindet.

  3. Aussage 3 von 7 · Richtig oder falsch?

    Der Antrag trägt drei Ziffern, und die zweite steht unter einem Wort, ohne das sie regelmäßig unbegründet ist.

  4. Aussage 4 von 7 · Richtig oder falsch?

    Über die erste Stufe wird durch Teilurteil nach § 301 ZPO entschieden, und die sonst schärfste Grenze des Teilurteils greift hier gerade nicht.

  5. Aussage 5 von 7 · Richtig oder falsch?

    Das Teilurteil auf der ersten Stufe trägt eine Kostenentscheidung und einen Streitwertbeschluss.

  6. Aussage 6 von 7 · Richtig oder falsch?

    Für den Streitwert wird nicht addiert; maßgeblich ist allein der höhere der beiden verbundenen Ansprüche.

  7. Aussage 7 von 7 · Richtig oder falsch?

    Die Klage hemmt die Verjährung des Zahlungsanspruchs von Anfang an in voller Höhe, obwohl Ziffer 3 noch keine Zahl nennt.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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