Die verrutschte Null

BGB AT · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 5 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Schreinerin S will ihrem Werkstattmeister J eine Einkaufsvollmacht über 5.000 € geben; beim Tippen verrutscht ihr eine Null, es steht dort 50.000 €. Drei Tage später kauft J im Namen der Werkstatt beim Händler E eine Maschine für 42.000 €; E weiß von nichts. Noch am selben Tag bemerkt S den Fehler und ficht sofort an.

  1. Aussage 1 von 5 · Richtig oder falsch?

    Die Bevollmächtigung ist selbst eine Willenserklärung und deshalb nach den §§ 119 ff. BGB anfechtbar.

  2. Aussage 2 von 5 · Richtig oder falsch?

    S hat sich über die Bedeutung ihres Erklärungszeichens geirrt, also über den Inhalt (§ 119 I Fall 1 BGB).

  3. Aussage 3 von 5 · Richtig oder falsch?

    S musste die Anfechtung der Vollmacht gegenüber ihrem Werkstattmeister J erklären (§ 143 III 1 BGB).

  4. Aussage 4 von 5 · Richtig oder falsch?

    Weil J die Vollmacht schon benutzt hatte, wirkt die Anfechtung nur für die Zukunft (§ 142 I BGB).

  5. Aussage 5 von 5 · Richtig oder falsch?

    E kann von S nach § 433 II BGB Zahlung der 42.000 € verlangen.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im BGB AT weiterlesen.

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