Die Anzeige gegen den Nachbarn

Strafrecht I · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Sergej Petrow zeigt seinen Nachbarn Holger Bauer wegen Betruges an: Bauer habe einen bestellten Gebrauchtwagen nicht abgenommen und dadurch Standkosten verursacht. Aus der beigefügten Bestellung ergibt sich, dass die Übergabe nur Zug um Zug gegen Zahlung geschuldet war. Die Dezernentin der Staatsanwaltschaft sieht keinen Anfangsverdacht und will den Vorgang wegverfügen.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Zur Prüfung des Anfangsverdachts gehört auch eine rechtliche Vorbewertung des angezeigten Geschehens.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Bauer hat sich durch die Nichtabnahme des Wagens wegen Betruges strafbar gemacht.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil der Anfangsverdacht fehlt, wird der Anzeige keine Folge gegeben; ob die Verfügung auf § 152 II StPO oder § 170 II 1 StPO gestützt wird, ist umstritten.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Petrow als Anzeigenerstatter muss über den Ausgang nicht unterrichtet werden, weil kein Ermittlungsverfahren geführt wurde.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ist Petrow Verletzter, kann er binnen zwei Wochen Beschwerde beim vorgesetzten Beamten der Staatsanwaltschaft einlegen.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Hätte die Polizei den Vorgang bearbeitet, hätte sie ihn selbst abschließend wegverfügen können.

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