Die Alleinerbin und das Geldgeschenk

Erbrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Bertram Höfle ist verwitwet und hat eine Tochter, Judith, die er testamentarisch zur Alleinerbin einsetzt. Am 07.07.2022 überweist er seiner Lebensgefährtin Sieglinde Barsch 200.000 €; über den kaufkraftbereinigten Wert von 200.000 € streiten die Parteien nicht. Bertram stirbt am 25.05.2026 und hinterlässt einen Nachlass von 40.000 €. Sieglinde hat einen Teil des Geldes für Reisen ausgegeben.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Judith kann keinen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen, weil sie als Alleinerbin nicht enterbt ist.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Von den 200.000 € sind wegen der Abschmelzung nur 140.000 € in die Berechnung einzustellen.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der rechnerische Ergänzungsanspruch von 70.000 € steht Judith in voller Höhe zu.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Weil Judith sich als Alleinerbin nicht selbst in Anspruch nehmen kann, richtet sich ihr Anspruch gegen Sieglinde.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Judith muss gegen Sieglinde auf Duldung der Zwangsvollstreckung in das Geschenk klagen.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Verjährungsfrist für den Anspruch gegen Sieglinde läuft erst mit Ablauf des 25.05.2029 ab.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Erbrecht weiterlesen.

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