Der Unterhalt, den niemand zahlt

Bereicherungsrecht / GoA · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

V schuldet seiner elfjährigen Tochter monatlich 580 € Unterhalt und zahlt seit fünf Monaten nichts. Die Mutter kann Miete und Schulessen nicht mehr aufbringen. W überweist ihr 2.900 € und teilt mit, sie zahle auf Vs Unterhaltsschuld. V hatte ihr das zuvor untersagt.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Zahlung hat die Unterhaltsschuld getilgt, obwohl V nicht eingewilligt hat (§ 267 I BGB).

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Tilgung einer fremden Schuld fällt in den Rechtskreis des Schuldners und ist deshalb ein fremdes Geschäft (§ 677 BGB).

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Übernahme der Zahlung entspricht dem wirklichen Willen des Geschäftsherrn V (§ 683 S. 1 BGB).

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Vs entgegenstehender Wille ist unbeachtlich, weil eine gesetzliche Unterhaltspflicht betroffen ist (§ 679 BGB).

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Anspruch der W auf Ersatz ihrer Aufwendungen nach § 670 BGB steht in § 679 BGB selbst.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    § 679 BGB nennt zwei und nur zwei Fälle, und eine gewöhnliche Zahlungsverbindlichkeit gehört nicht dazu.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Bereicherungsrecht / GoA weiterlesen.

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