Der Betrag, den erst das Urteil festsetzt

Lehrstoff · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

K stürzt auf dem ungeräumten Kundenparkplatz der B GmbH und bricht sich das Handgelenk. Er verlangt 8.000,00 EUR Schmerzensgeld und 1.200,00 EUR Verdienstausfall; der Streitwert beträgt 9.200,00 EUR. Das Gericht hält die Haftung dem Grunde nach für gegeben, ein Schmerzensgeld von 7.000,00 EUR für angemessen und schätzt den Verdienstausfall auf 1.000,00 EUR.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Für das Schmerzensgeld greift § 92 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, obwohl K 1.000,00 EUR weniger erhält, als er beantragt hat.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch Nummer 2 setzt voraus, dass die Zuvielforderung der anderen Partei verhältnismäßig geringfügig war.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Auch der Verdienstausfall fällt unter Nummer 2, weil seine Höhe nach § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO geschätzt worden ist.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Hätte das Gericht nur 2.000,00 EUR Schmerzensgeld für angemessen gehalten, wäre die Kostenfolge dieselbe.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Der Kostentenor lautet auf volle Last der Beklagten, obwohl die Klage in Höhe von 1.200,00 EUR abgewiesen wird.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ohne den Ausspruch über den abgewiesenen Teil bliebe das Urteil unvollständig, auch wenn die Kostenlast der Beklagten davon unberührt bleibt.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Lehrstoff weiterlesen.

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