Der automatisiert erlassene Verwaltungsakt (Art. 37 BayVwVfG)

Öffentliches Recht I · Verwaltungsverfahren und Verwaltungsakt · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 6 Aussagen zu beurteilen

Der Sachverhalt

Die Behörde versendet 480 gleichlautende Bescheide, die eine Datenverarbeitungsanlage erzeugt hat. Der Kopf trägt nur „Zentrale Bescheiderstellung — Sachgebiet 3“, der Fuß den Satz „Maschinell erstellt, ohne Unterschrift gültig“. Die Beträge sind mit Schlüsselzeichen bezeichnet; ein Erläuterungsblatt liegt nicht bei. Eine Begründung fehlt. Der Adressat E rügt alles.

  1. Aussage 1 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass Unterschrift und Namenswiedergabe fehlen, ist beim automatisiert erlassenen Bescheid kein Fehler.

  2. Aussage 2 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dann darf beim automatisiert erlassenen Bescheid auch die Angabe der erlassenden Behörde fehlen; sie gehört zu derselben Vorschrift.

  3. Aussage 3 von 6 · Richtig oder falsch?

    Die Schlüsselzeichen sind nach Art. 37 Abs. 5 S. 2 BayVwVfG ohne Weiteres zulässig, weil der Bescheid automatisiert ergeht.

  4. Aussage 4 von 6 · Richtig oder falsch?

    Dass 480 gleichartige Bescheide ergehen, befreit von der Begründung nur, soweit sie nach den Umständen des Einzelfalls nicht geboten ist.

  5. Aussage 5 von 6 · Richtig oder falsch?

    Fehlten Unterschrift und Namenswiedergabe bei einem nicht automatisiert erlassenen Bescheid, wäre er nichtig.

  6. Aussage 6 von 6 · Richtig oder falsch?

    Ein Zusatz im Bescheidfuß und ein beigefügtes Erläuterungsblatt beheben zwei der drei Mängel.

Dieser Fall steht frei. Was ein Konto hinzufügt, ist der Rhythmus: Eine Aussage, die du nicht getroffen hast, holt dir ALEX nach der Vergessenskurve zurück — mit Sachverhalt und allen Aussagen, so wie er hier steht. Was danebenging, steht abends im Fehlerprotokoll, mit dem Beleg daneben. Kostenlos anmelden oder erst im Öffentliches Recht I · Verwaltungsverfahren und Verwaltungsakt weiterlesen.

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