Arbeitsrecht · Individual- & Prozessrecht · Übungsfall aus ALEX – Tutor · 4 Aussagen zu beurteilen
Ein Arbeitgeber spricht gegen einen Außendienstler eine Änderungskündigung aus, um ihn in ein anderes Vertriebsgebiet zu versetzen. Im Arbeitsvertrag existiert jedoch bereits ein wirksamer, umfassender Versetzungsvorbehalt. Der Arbeitnehmer nimmt unter Vorbehalt an und erhebt Änderungsschutzklage.
Für die Umsetzung des Arbeitnehmers in ein anderes Vertriebsgebiet war eine Änderungskündigung zwingend erforderlich.
Der Arbeitgeber kann die Versetzung grundsätzlich direkt auf Basis des arbeitsvertraglichen Versetzungsvorbehalts einseitig anordnen.
Die erhobene Änderungsschutzklage nach § 4 S. 2 KSchG ist begründet, da der Arbeitgeber nicht einseitig versetzen durfte.
Hätte der Arbeitnehmer die Änderungskündigung komplett abgelehnt, wäre eine darauf basierende Beendigungskündigung sozialwidrig gewesen.
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